Home Information zur Psychotherapie Termine Kontakt Links Impressum Home Information zur Psychotherapie Termine Kontakt Links Impressum Traumaaufstellung Mit Hilfe der Traumaaufstellung können seelische Prozesse, die aufgrund von traumatischen Erlebnissen zu Lebenseinschränkungen sowie psychischen und körperlichen Störungen führen, bearbeitet werden. Viele Probleme, psychische Störungen und Krankheiten sind die Folge von traumatischen Erlebnissen. Ein Trauma ist Erlebnis, welches eine dauerhafte Erschütterung des persönlichen Selbst- und Weltverständnisses bewirkt. Betroffene erleben eine hochgradig bedrohliche Situation und haben keinerlei Bewältigungsmöglichkeiten um dieser Situation zu entgehen. Das führt zu Gefühlen von Hilflosigkeit, Verzweiflung, Todesangst und Ausgeliefert sein. Traumata können auf unterschiedliche Arten erfahren werden, es können Naturkatastrophen genauso wie häusliche Gewalt, Missbrauchserfahrungen oder eine dauerhaft bestehende, ausweglose Situation sein. Prof. Franz Ruppert unterscheidet verschiedene Traumata: Existenztrauma (z.B. schwerer Unfall, Mordanschlag) Verlusttrauma (z.B. Trennung, Tod einer geliebten Person) Bindungstrauma (z.B. oft verbunden mit sexuellem Missbrauch) Bindungssystemtrauma (z.B. Mord, Inzest im System) Traumatische Wunden heilen nicht von alleine. Sie zerstören die Einheit der Seele und führen zu einem „gespaltenen Selbst“. Diese Spaltung hat aber durchaus einen Sinn. Sie ermöglicht dem Menschen mit Hilfe eines speziellen, nicht aus dem Bewusstsein abgespaltenen Anteils, weiterzuleben, ohne sich permanent mit dem Trauma auseinandersetzen zu müssen. Die Seele spaltet sich nach Ruppert in drei Anteile auf. Zum einen entsteht der Trauma-Anteil, der in dem damaligen Geschehen „hängen bleibt“ und alles, was geschah abgespeichert hat. Dieser Anteil ist in der Regel ins Unbewusste verdrängt. Er trägt alle Gefühle und Bilder noch in sich. Meist bleibt der Trauma-Anteil auf der Altersstufe stehen in der das Trauma geschah. Dieser Anteil kann „getriggert“ werden durch Geräusche, Bilder, Gerüche, Gefühle und vieles mehr. Dann werden unmittelbar die Traumagefühle freigesetzt und überschwemmen die Betroffenen, oft ohne dass sie sich erklären können warum plötzlich die Bilder an das Geschehen oder die Gefühle von Ohnmacht und Angst auftreten. Dieser Anteil sucht immer einen Ausweg aus dem Trauma und lässt Betroffene ihr Trauma immer wieder erleben, in der Hoffnung es zu heilen. Als Gegenspieler entsteht der Überlebens-Anteil, der dafür sorgt, dass Betroffene nach dem Trauma in der Welt überleben können. Er ist ein Wächter der seelischen Spaltung und verdrängt und verleugnet die Trauma- Erfahrung. Durch die Kontrolle des traumatisierten Anteils versucht er, nicht an das Trauma erinnert zu werden. Er ist ständig auf der Suche nach Ablenkung, macht sich Illusionen  und versucht alle Empfindungen und Gefühle unter Kontrolle zu halten, damit die Traumagefühle die Person nicht überschwemmen und handlungsunfähig machen. Der Überlebensanteil kann so stark sein, des es zu extremen und stark lebenseinschränkenden Verhaltensweisen kommt. Der dritte Anteil ist der verbleibende, gesunde Anteil, der die Fähigkeit in sich trägt, die Realität offen wahrzunehmen und sich an alles erinnert. Dieser Anteil kann seine Gefühle ausdrücken und ist anderen gegenüber vertrauensvoll. Er übernimmt die angemessene Verantwortung und kann sein eigenes Handeln reflektieren. Mit dem Willen zur Klarheit ausgestattet und mit der ihm innewohnenden Gewissheit, das es Lösungen für Probleme gibt, sucht dieser Anteil immer wieder nach Auswegen. Traumatisierungen können auch mehrfach erfahren werden und führen dann zu weiteren Aufspaltungen mit der Folge, dass es dann immer mehr innere Anteile gibt. Ein Trauma greift somit unmittelbar in die seelischen Vorgänge eines Menschen ein und kann sogar auf dem Wege seelischer Bindungen von Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden. Traumatisierungen zerstören die Bindungsfähigkeit von Eltern. Durch die seelische Bindung an die Eltern nimmt ein Kind die Traumata der Vergangenheit in seine eigene Seele auf. Psychische und körperliche Erkrankungen sind oft die Folge davon, dass Bindungsprozesse durch traumatischer Erfahrungen in Familien über bis zu vier Generationen hinweg, negativ beeinflusst werden können. Das ist die Grundannahme einer mehrgenerationalen systemischen Psychotraumatologie. Die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter ist die stärkste seelische Bindung. Durch die Mutterbindung werden die Grundmuster der gefühlsmäßigen Reaktion des Kindes auf die Welt geprägt. Sie sind unbewusst und bei jedem Menschen vorhanden. Die sichere Bindung eines Kindes an seine Mutter (J. Bowlby) ist die Grundlage für Urvertrauen, Unabhängigkeit, Selbstvertrauen und seelische Gesundheit. Eine Mutter, die ein Trauma erlebt hat, ist oft nicht in der Lage sich dem eigenen Kind voll zuzuwenden. Das Kind ist jedoch voll und ganz auf die Mutter angewiesen, das Kind lebt sozusagen in einer Symbiose mit der Mutter. Werden die Bedürfnisse des Kindes nicht befriedigt, zeigen Kinder oft Misstrauen in Beziehungen oder sie klammern sich an andere Personen an. Oft haben sie Schwierigkeiten mit der Regulation ihrer Gefühle. Sie versuchen unabhängig zu sein, dies gelingt nur schwer und oft folgt die Flucht in Krankheiten – hier sogar in vielen Fällen die gleiche Krankheit wie ein Elternteil. Die Sehnsucht nach einer sicheren Bindung zur Mutter bleibt lebenslang erhalten. Betroffene Kinder suchen, selbst wenn sie erwachsen sind, noch nach einer Mutter, die ihre unbefriedigten Bedürfnisse erfüllt. Dies gilt sowohl für Frauen, wie auch für Männer. Häufig wird die Suche auf einen Partner übertragen, der dann die Mutter vertreten und alles das geben soll, was die Mutter nicht geben konnte. War das Verhältnis zum Vater gestört kann sinngemäß auch der Vater im Partner gesucht werden, oder sogar beide Elternteile. Eine gesunde Paarbeziehung ist dann nicht mehr möglich, weil sich die Partner eigentlich in einer Eltern-Kind-Beziehung befinden. Wichtiger Hinweis Die auf meiner Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheitstipps und Medizininformationen ersetzen nicht die medizinische Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder Psychiater.